Familie Hoppenstedt und Herr Lottemann – äh Lindemann

Neues vom Theaterensemble „Opodeldok"

08. März 2015

„Menschen haben nun einmal Schwächen und die werden nirgendwo schöner geschildert, als bei Loriot“, lacht Pfarrerin Barbara Hofmann und freut sich sichtlich über ihre Zusammenstellung. Ein gutes Dutzend Sketche wird die Opodeldok-Truppe im März aufführen: Familie Hoppenstedt und Herr „Lottemann – äh, Lindemann“ sind natürlich mit von der Partie.

„Opodeldok“ ist in Freising inzwischen eine feste Größe, die Stücke im Frühjahr sind praktisch immer ausverkauft. Seit 2003 besteht die Theatergruppe und ist Wirkungsstätte für Jugendliche und Ältere, die Freude daran haben, in andere Charaktere und außergewöhnliche Gewänder zu schlüpfen. Derzeit sind die etwa 20 Laienspieler zwischen 14 und 68 Jahre alt. Bestens bewährt hat sich die Kooperation mit dem Josef-Hofmiller-Gymnasium. Schüler und Lehrer unterstützen die Gruppe bei Beleuchtung, Technik und speziellen Effekten.

Die Theatergruppe sieht sich aber auch als „soziale Bühne“, auf der Menschen unterschiedlichen Alters Kontakte knüpfen und sich nach ihren individuellen Fähigkeiten – sei es handwerklich, technisch, künstlerisch, schauspielerisch – einbringen können. Regisseurin Barbara Hofmann: „Wir machen griffiges, greifbares, echtes Theater. Wir haben den Anspruch, ein hohes Niveau zu erreichen, auf dem jeder die Stücke versteht“.

Seit Herbst 2007 hat „Opodeldok“ im Pallotti-Haus in Freising nicht nur eine feste Bleibe für ihre Requisiten und Gewänder gefunden, unter dem Dach der Pallottiner arbeiten sie seitdem auch an ihren Stücken und führen sie in der dortigen Aula auf. Nicht zuletzt deshalb nennen sie sich seitdem Pallotti-Theater-Ensemble „Opodeldok“.

„Die letzten Monate waren durchaus turbulent“, sagt Barbara Hofmann „denn wir sind wirklich fleißig gewesen“. Für eine Laienspielgruppe, die üblicherweise jedes Jahr ein Stück auf die Bühne bringt, haben die Mitglieder des Pallotti-Theater-Ensembles „Opodeldok“ wirklich viel geleistet. Denn nach dem sensationellen schwarz-weiß Krimi von Agatha Christie im März letzten Jahres erhielt die Gruppe den Jugendkulturpreis des Landkreises Freising und bedankten sich dafür mit einer Auswahl von Sketchen auf dem Uferlos-Festival im Sommer. Im Herbst gab es dann, im Rahmen der Friedensdekade, eine szenische Lesung mit Musik und zum Jahresende schließlich ein aufwändiges Adventsspiel, sechsmal aufgeführt in Kirchen in Freising und Kirchdorf. Über 4000 Euro wurden dabei an Spenden eingesammelt und an Bischof Bedford-Strohm und Amnesty International übergeben.

Und auch auf dem Oberbayerischen Kulturfestival „Zamma“, das im Juli  in Freising stattfindet, wird das Opodeldok Ensemble vertreten sein. „Da planen wir etwas ganz besonderes“ sagt Barbara Hofmann, „eine Verbindung von klassischem und modernem Theater unter Einbeziehung der Zuschauer“. Mehr wird aber noch nicht verraten, denn jetzt konzentrieren sich alle Kräfte auf Loriot im März.

Gespielt wird wie immer in der Pallotti-Aula, an sieben Terminen zwischen dem 1. März und dem 15. März. Die drei Sonntagsaufführungen beginnen um 16.00 Uhr, alle anderen um 19.30 Uhr.

Die Karten dafür gibt es im Vorverkauf bei Pustet für 12 Euro, ermäßigt 8 Euro.