Kulinarische Co-Produktion am Marienplatz

Ex-Rosengarten-Chefin und Freisinger Koch machen gemeinsame Sache

von Alex Fischer, 02. November 2015

Ihr wurde der Aufwand im China-Restaurant Rosengarten zu viel, er suchte nach einer neuen Herausforderung. Die Rede ist von Ying Zheng, die fünfzehn Jahre lange federführend und stilprägend im Rosengarten (jetzt Ariston) war, und von dem Freisinger Küchenchef Albert Voglar. Die beiden haben jetzt zusammen das Café Marienplatz im ehemaligen Laubenbräu eröffnet. Nach dessen kompletter Neugestaltung. 

Der Rosengarten über dem Technikmarkt Saturn war ihr „zu groß, die Arbeit zu viel“ geworden, verrät Zheng. Ein Tapetenwechsel war angesagt, auch aus familiären Gründen. Dass es im neu eröffneten Café am Marienplatz nicht wenig Arbeit ist, gibt sie mit einem Lächeln zu. Allein schon deshalb, weil das komplett umgestaltete Lokal eine Mischung aus Café, Bistro, Bar und Restaurant darstellt, weil der Anspruch, von früh bis spät für die Gäste da zu sein, Programm ist. Deshalb hat sich Zheng mit Albert Voglar auch einen Koch und Gastronom aus Freising als Geschäftsführer an ihre Seite geholt. Gekannt hat man sich schon lange vorher, dann aber, im Zuge des Umbruchs am Marienplatz 3, angefangen, sich gemeinsam Gedanken zu machen. „Das hat sich so entwickelt“, sagt Voglar, der absolut vom Fach ist. Er hat sein Handwerk im Isarhotel gelernt. Eine Adresse, die seinerzeit für gehobene deutsche, für französische und internationale Küche stand. Ein Niveau, das man auch im Café Marienplatz anstrebt. „Frühstück, Mittagessen, nachmittags Kaffee und Kuchen, Abendessen, Barbetrieb,“ so beschreibt Voglar den Tagesablauf im neu eröffneten Lokal. Rein chinesische Küche ist für Zheng erst einmal passé. Stattdessen stehen auch deftige Gerichte wie Schweinebraten, Schnitzel Wiener Art oder Lammkotelett auf der Speisenkarte. Die weist inklusive Mittagsmenüs über hundert Speisen und Gerichte auf. Für den Service hat man ein zehnköpfiges Team engagiert. Das hat sich bereits eingespielt. Nicht umsonst ist das eine oder andere Gesicht aus dem Rosengarten mit von der Partie. Das Café am Marienplatz will Treffpunkt und Ort kulinarischer Begegnung sein. Zengh und Voglar sehen sich dabei als Ansprechpartner und Begleiter ihrer Gäste.

Das Angebot gibt es seit Mitte Oktober. Die Resonanz kann sich sehen lassen. Zheng und ihr Team sind schwer beschäftigt. Dabei hat man mit dem geplanten Sonntagsbrunch noch gar nicht angefangen. Die große, offizielle Eröffnungsfeier stand bis Redaktionsschluss noch aus.