Kinderfreundliches Freising

Bildung außerhalb der Familien beginnt in den „Kitas“. Ein Überblick.

02. Oktober 2013

Auch und gerade weil das Attribut „Universitätsstadt“ hohe Erwartungen an den Bildungsbereich weckt: Freising  ist eine Kommune, in der Kinderbetreuung und Entwicklungsbegleitung hohen Stellenwert besitzen. „Bildung“, sagt  Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher, „ist eine Herausforderung, die zentrale Bedeutung hat für ein kinder- und familienfreundliches Freising.“ Ein vielfältiges, qualitativ gutes Angebot für Kinder im Alter von einem bis zehn Jahren will Eltern flexibel und lebensnah unterstützen: Stadtrat und Verwaltung fördern den Ausbau der Kindertagesbetreuung.

Kindertageseinrichtungen sind vom Begriff her in unterschiedliche Altersbereiche gegliedert: Kinderkrippen sind Tageseinrichtungen, die sich an Kinder unter drei Jahren richten, Kindergärten begleiten Kinder von drei Jahren bis zur Einschulung und der Hort ist ein Angebot für Schulkinder. Häuser für Kinder haben verschiedene Altersgruppen in der Einrichtung. Dazu kommt die Kindertagespflege, bei der Kinder von Tagesmüttern oder -vätern betreut werden.

Breites Miteinander für die Jüngsten
Ein wichtiges Anliegen ist der Stadt Freising die gute Zusammenarbeit mit den freigemeinnützigen Trägern und Elterninitiativen im Stadtgebiet. Dadurch ist es für Eltern möglich, zwischen unterschiedlichen pädagogischen Konzepten zu wählen. Aktuell gibt es Kinderbetreuungseinrichtungen der Stadt Freising, der Lebenshilfe, des Roten Kreuzes, des Regionalverbundes der katholischen Kirche, der evangelischen Kirche, der katholischen Jugendfürsorge, des Studentenwerks, von  Montessori, Brummkreisel, Waldorf sowie einen Waldkindergarten.  Die Kindertagespflege wird vom Katholischen Kreisbildungswerk und vom Amt für Jugend und Familie des Landkreises Freising organisiert.
Insgesamt  gibt es in Freising derzeit 41 institutionelle Kindertageseinrichtungen. Im September 2012 waren das kommunale Kinderhaus Isarhüpfer in Lerchenfeld  und der Hort der Lebenshilfe in der Gartenstraße neu dazugekommen, Mitte September 2013 hat das Kinderhaus der Lebenshilfe im neuen Stadtquartier SteinPark seinen Betrieb aufgenommen  und jetzt im Oktober startet die städtische Kinderkrippe Traumallee in der Alleestraße.

Allein 15 Einrichtungen in Trägerschaft der Stadt
Die Stadt Freising selbst ist Träger von 15 kommunalen Kindertageseinrichtungen, darunter  die Kindergärten Wetterstein, Neustift I und Neustift II, St. Klara, Gänseblümchen, Sonnenschein, Lerchennest, Im Sonnenhof, Seilerbrückl und Pulling. Kinderhorte sind Neustift II und Lerchenfeld-Schule. Die Kinderkrippe ist die Traumallee. Häuser für Kinder sind im Isarauenpark und die Isarhüpfer. Das pädagogische Personal der städtischen „Kitas“ hat in einem dreijährigen Prozess ein Qualitätshandbuch für Kinderbetreuungseinrichtungen der Stadt Freising erarbeitet, die Leitungen haben es noch vor den Sommerferien an Oberbürgermeister Eschenbacher und Stadträtin Waltraud Heinlein-Zischgl, Referentin für Kinder, Jugend und Familie, überreicht (unser Bild).
Die freigemeinnützigen Träger haben weitere Kindertagesstätten. Vier Einrichtungen der Lebenshilfe sind das Kinderhaus im Bildungszentrum an der Gartenstraße, am Veitshof, Moosschifferl in Attaching und das Haus für Kinder im SteinPark. Das Rote Kreuz ist Träger der Airporthopser und des Kindergartens Prinzenpark. Der Regionalverbund der katholischen Kirche ist für fünf Einrichtungen, den Kindergarten Vötting, die Kindergärten und -horte St. Lantpert und Karolina-Gerhardinger in Lerchenfeld sowie für das Kinderhaus St. Georg zuständig. Die evangelische Kirche ist Träger einer Kindertageseinrichtung in Lerchenfeld. Die katholische Jugendfürsorge hat vier Horte in Neustift sowie in der Stadtmitte und ist Träger der Mittagsbetreuungen an Grundschulen im Stadtgebiet Freising. Dazu kommen die beiden Betriebskindertageseinrichtungen des Studentenwerks, eine Kinderkrippe und ein Hort.  Montessori, Waldorf und die Elterninitiative Waldkindergarten Zwergenwinkel sind je Träger eines Kindergartens. Zwei „Netz-für-Kinder“-Tageseinrichtungen sind Brummkreisel und Kinderträume Weihenstephan.

Mehr als eine „Pflichtaufgabe“
Die Kinderbetreuung ist eine Pflichtaufgabe der Kommune, die in Freising mit großer Aufmerksamkeit, aber auch mit Herzblut wahrgenommen wird. Die Stadt Freising hat allein im Jahr 2012 über zehn Millionen Euro für die Kinderbetreuung in Freising aufgewendet.  Diese Ausgaben werden nur zum Teil durch Elternbeiträge und staatliche Zuschüsse gedeckt. Die Stadt Freising hat ein Defizit für die Kindertageseinrichtungen in eigener Trägerschaft von mehr als 2,85 Millionen Euro, für die Kindertageseinrichtungen in freigemeinnütziger Trägerschaft von über 2,39 Millionen Euro und für die Tageseltern von ca. 129 000 Euro getragen. Bezuschusst wird hier nur der laufende Betrieb. Die Investitionen für den Neubau von Kindertagesstätten kommen noch mit ca. 2,59 Millionen Euro dazu. Auch Bau und Bauunterhalt für die 15 kommunalen Kindertageseinrichtungen und zwölf Einrichtungen der freigemeinnützigen Träger werden vom Hochbauamt der Stadt Freising mit betreut.

Einen Überblick zu den Kindertageseinrichtungen gibt das Internetportal der Stadt Freising unter www.freising.de, Leben & Wohnen/Bildung/Kindertageseinrichtungen.