„Eine Zivilgesellschaft ohne bürgerschaftliches Engagement ist nicht denkbar.“

Der „Treffpunkt Ehrenamt Freising“ veranstaltet am 13. April wieder eine Informationsbörse

06. April 2013

Wenn am Samstag, 13. April 2013,  unter dem Motto  „Freiwillig Spaß in Freising“   von 10 bis 14 Uhr im Asamfoyer der zweite „Markt der ehrenamtlichen Möglichkeiten“ stattfindet, ist das ein Angebot, bei dem es eigentlich nur Gewinner geben kann: Organisationen und Einrichtungen, die dank ehrenamtlich engagierter Mitbürgerinnen und Mitbürger ganz nah am Menschen sind mit ihren Angeboten und Aufgabenstellungen, stellen sich und die vielen Mitwirkungsmöglichkeiten auch für neue Interessierte in einem Umfeld vor, dass das Kennenlernen leicht macht. „Wir wollen die Gelegenheit zur zwanglosen, aber sachkundigen Information  bieten“, sagt Andrea Gurr, Leiterin des „Treffpunktes Ehrenamt Freising“.
Der „Treffpunkt Ehrenamt“, organisatorisch angebunden an das Amt für Soziale Angelegenheiten der Stadtverwaltung Freising, ist Anlauf-, Service- und Kontaktstelle für alle, die sich für bürgerschaftliches Engagement interessieren.

Diplom-Sozialpädagogin Gurr kümmert sich im Treffpunkt seit Juni 2011 um Interessierte, die auf der Suche sind nach einer ehrenamtlichen Aufgabe, die ihrem Wunsch und ihrem Können entspricht. An den Start gegangen war das Angebot bereits im Februar mit ehrenamtlichen Kräften. Gurr: „Wir zeigen die vielfältigen Möglichkeiten eines Ehrenamtes auf und vermitteln an Organisationen, die Unterstützung von bürgerschaftlich Engagierten benötigen.“ Der „Treffpunkt“ ist schließlich umgekehrt auch Partner für Einrichtungen oder Initiativen, die auf das unverzichtbare Können Ehrenamtlicher bauen – auf Lebenserfahrung, Einfühlungsvermögen, Freude am Helfen, auf wertvolles Knowhow, das gerade nach der Pensionierung von vielen „Jung-Rentnern“ nur allzu gerne weitergegeben werden würde. „Wir bieten Organisationen ausdrücklich Unterstützung, Beratung, Schulungen und Fortbildungen rund um das Thema Ehrenamt an“, sagt Gurr. „Bürgerschaftliches Engagement kann  nur gelingen, wenn sich das Engagement lohnt, wenn man sich ernstgenommen fühlt und Wertschätzung erfährt – und wenn das Ehrenamt wirklich zu einem persönlich passt.“

Der „Treffpunkt Ehrenamt Freising“ ist ein „Kind“ des Agenda21- und Sozialbeirats, das der Hauptausschuss des Freisinger Stadtrates 2011 auf den Weg gebracht und mit einem Büro im „Haus der Vereine“ ausgestattet hat.  Referatsleiter Karl-Heinz Wimmer  und Amtsleiter Robert Zellner sind stolz auf die Entwicklung dieses Angebots: „Lebendigkeit und Stabilität unserer Demokratie beruhen auf dem Engagement der Bürgerinnen und Bürger. Es bietet  die Möglichkeit, das eigene Lebensumfeld mit zu gestalten – und hier zu helfen, ist auch der Stadtverwaltung ein wichtiges Anliegen“, sagt Wimmer, Leiter der Koordinationsstelle Lokale Agenda 21 in Freising.

„Eine Zivilgesellschaft ohne bürgerschaftliches Engagement ist nicht denkbar“, unterstreicht Diplom-Sozialpädagogin Gurr. Sich freiwillig, unentgeltlich, öffentlich für andere zu engagieren, nennt sie sinnstiftend und erfüllend.  „Im Berufsleben leiden immer mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter darunter, dass sie immer weniger Gestaltungsmöglichkeiten haben. Bürgerschaftliches Engagement bietet hier einen Ausgleich. Viele freiwillig Engagierte betonen, dass sie ihr Engagement weniger als Belastung, sondern eher als Energiequelle empfinden – gerade in Ergänzung zur Arbeitswelt, da sie im Engagement ein sinnvolles Tun erleben. Die Anerkennung und Wertschätzung, die sie dort erleben, ist ein starker Motivator.“
Freiwilliges Engagement findet meist in Gemeinschaft statt. Andere Menschen zu treffen, sich gemeinsam für etwas einzusetzen, gemeinsam Erfolge zu feiern oder auch Enttäuschungen zu verarbeiten, Kontakte und Netzwerke zu knüpfen, Spaß zu haben und damit auch noch anderen zu  helfen, so umschreibt der „Treffpunkt Ehrenamt Freising“ die großen Chancen bürgerschaftlichen Engagements. Und: „Einmal hinter die Kulissen zu schauen, Menschen und deren Geschichten kennenzulernen, zu denen man sonst nie Zugang bekommen hätte, auch das ist freiwilliges Engagement“, sagt Gurr.

„Freiwillig Spaß in Freising“ ist deshalb der wohlüberlegte Titel der Ehrenamtsbörse am 13. April. Gurr: „Ohne Spaß an der Sache, ohne Freude, kann ein Ehrenamt nicht gelingen. Deshalb ist es ja so wichtig, sich nicht in ein Abenteuer zu stürzen, sondern eine Tätigkeit zu finden, die wirklich zu einem passt“. Der „Markt der ehrenamtlichen Möglichkeiten“ will einen kleinen Einblick bieten. Beispiele, sich vielfältig zu engagieren, geben  u.a.  Amnesty International, Arbeitskreis für Fraueninteressen, AWO Sozialdienst FS e. V., Caritas-Zentrum Freising, Freisinger Studentenleben e. V., Freisinger Tafel e. V., Freisinger Wärmestube Menschsein e. V., Haus Corbinian Vitalis GmbH, Heiliggeistspital-Stiftung, Hospizgruppe Freising e. V., Johanniter Hilfsgemeinschaft Hallertau, Johanniter Unfallhilfe e. V., Pfarreigemeinde St. Georg, Kinderschutzbund Freising, Kreisjugendring Freising , Lebenshilfe Freising, Leo Club Freising Korbinian, Malteser Hilfsdienst e. V., MiBiKids e. V., Partnerschaft Eine Welt Freising e. V., rufBUS freising-SubfuR e. V., Stadtbibliothek Freising, Wasserwacht Ortsgruppe Freising & BRK Bereitschaft, Weißer Ring, Zentrum der Familie.
Die Malteser Freising und die Johanniter-Unfallhilfe Allershausen verkaufen Kaffee und Kuchen, der Gesamterlös geht als Spende an die Klinik Clowns.  Zauberkünstler Werner Link sorgt für Unterhaltung. Schirmherr der Veranstaltung ist OB Tobias Eschenbacher, der die Veranstaltung um 10 Uhr auch eröffnet.

Wer am Aktionstag keine Zeit hat, ist im „Treffpunkt Ehrenamt“ herzlich willkommen – Kontakt:  Haus der Vereine, Major-Braun-Weg 12, 85354 Freising, Tel.: 0 81 61/23 49 260, Mail: treffpunkt-ehrenamt@freising.de, Sprechzeiten dienstags und donnerstags von 10 bis  12 Uhr, mittwochs von 16 bis 17 Uhr und nach Absprache.