Der große Wiederaufbau
Im „Stein-Park“ und auf der B 301 rollen jetzt die Bagger an

Viele Monate lang waren die Abrissbirnen auf dem Areal der ehemaligen General-von-Stein-Kaserne zu Gange. Jetzt beginnt auf der 16 Hektar großen Fläche, die inzwischen offiziell den Namen „Stein-Park“ trägt, sozusagen der Wiederaufbau. Die Vorbereitungen für den ersten Abschnitt der Wohnbebauung laufen, die B 301 wird umgebaut und die ersten inneren Erschließungsstraßen auf den Areal werden hergestellt. Und vor allem entsteht jetzt der Verbrauchermarkt an der B 301 mit dem Namen „Stein-Center“. Diverse Ausschüsse und Fachgremien hatten sich in den vergangenen Monaten mit dem künftigen Einkaufszentrum von Investor Herbert Küblböck beschäftigt. In diesem Monat sollen die Bauarbeiten beginnen und bis April 2013 dauern, so dass spätestens im Mai 2013 die Eröffnung stattfindet, haben Küblböck und Stadt jüngst den Zeitplan vorgegeben. Entstehen soll ein Einkaufszentrum mit mehrgeschoßiger Parkfläche darauf sowie südlich davon ein Punkthaus. Küblböck hat jetzt auch die künftigen Mieter des „Stein-Centers“ verraten: Ein Aldi und ein Edeka, eine Sparkassenfiliale und ein Cafe werden sich dort einmieten. Im südlichen Gebäude, vor dem ein Aufenthaltsplatz gestaltet wird, soll ein Müller Drogeriemarkt und eine Apotheke ihre neue Adresse haben. Die Büro- und Praxisflächen in den oberen Stockwerken seien zum Teil schon vergeben. Wichtig für Küblböck: Man investiere in den Eigenbestand, verkaufe das Gebäude also nicht, sondern bewirtschafte es selbst. Folge: Man achte auf qualitativ hochwertiges Bauen.
Parallel dazu werden die innere Erschließung im ehemaligen Kasernenareal und die neue Erschließung über die B 301 von der Stadt bewerkstelligt. Und das ist verkehrstechnisch ein Mammutprojekt. Noch heuer soll an der Einmündung des Karwendelrings in die B 301 ein vierarmiger Kreisel (samt Bypass in den Karwendelring hinein) angelegt werden. Während der Baumaßnahmen wird der Verkehr aufrecht erhalten, so die Planung, nur für einen Zeitraum von drei Wochen, wenn der Karwendelring an den Kreisel angeschlossen wird, wird man Sperrungen vornehmen müssen. Und auch in den drei Tagen, in denen dann der Einbau der Straßendecke vorgenommen wird, muss man eine Totalsperrung samt großräumiger Umleitung des Verkehrs organisieren. Losgehen soll es, so der Zeitplan, mit dem Beginn der Pfingstferien am 29. Mai. Gleichzeitig starten etwas weiter stadteinwärts die Arbeiten für die neue Kreuzung in Höhe der Veit-Adam-Straße. Die B 301 wird, um eine geordnete Zufahrt zum „Stein-Center“ zu ermöglichen, um eine Abbiegespur erweitert. Dazu wird die Bushaltestelle verlegt, wird eine Mittelinsel auf der B 301 installiert und vor allem eine Ampelanlage eingebaut. Ohne die, so haben Gutachten ergeben, wäre den Besuchern des „Stein-Centers“ aufgrund des Verkehrsaufkommens auf der Bundesstraße das Ausfahren vom Einkaufszentrum auf die B 301 nur ganz schwer möglich: Derzeit fahren 15 000 Pkw pro Tag auf der B 301, der „Stein-Park“ wird laut Prognosen zu weiteren 8540 Pkw-Bewegungen pro Tag führen. Die Zufahrt zum Gebiet wird von beiden Fahrtrichtungen aus möglich sein, die Ausfahrt nur Richtung stadtauswärts. Wer Richtung Stadt will, muss also am Kreisel umdrehen oder über den Karwendelring fahren. Außerdem werden in diesem und im kommenden Jahr die ersten inneren Erschließungsstraßen des „Stein-Parks“ in Angriff genommen: Die Haupterschließungsachse von Süden nach Norden sowie zwei weitere „Planstraßen“ sollen im Jahr 2013 fertig sein. Das ganze Unternehmen ist aber nicht nur logistisch und verkehrstechnisch eine Herausforderung, sondern auch finanziell: Insgesamt muss die Stadt für diese Straßenum- und -neubauten fünf Millionen Euro berappen.

Dieser Artikel erschien im FINK-Magazin vom März 2012.
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