Was im letzten Monat passiert ist: Juni 2012

von Andreas Beschorner, 01. Juli 2012

Dritte Startbahn
Startbahngegner und Startbahnbefürworter haben sich bis zum 17. Juni, dem Tag des Bürgerentscheids in München, kräftig ins Zeug gelegt: Gutachten wurden präsentiert, die die „Jobmaschine“ in Frage stellten, Freisinger mit OB Tobias Eschenbacher an der Spitze waren „live“ an Infoständen in München zu Gange, eine Demo in Berglern wurde abgehalten, und schließlich nächtigten Startbahngegner bei „Occupy Staatskanzlei“ in München. Der Einsatz der Runway-Gegner hat sich gelohnt. München stimmte gegen die Startbahn.

Afrika-Fest
Und noch etwas gab es zu feiern: Das Afrika-Fest, erstmalig an zwei Tagen abgehalten, zog mit seinem Kultur- und Veranstaltungsprogramm viele Besucher in die Luitpoldanlage. Jämmerlich hingegen war der Besuch in der Luitpoldhalle, wo vor den Konzerten und Auftritten der afrikanischen DJ’s ein EM- Spiel Deutschlands übertragen wurde. Zehn Euro Eintritt war den Fußballfans für ein Public Viewing einfach zu viel.

Personalkarussell
Das Personalkarussel im Stadtrat, das nach der Wahl von Tobias Eschenbacher (FSM) zum OB, dem Nachrücken von Josef Schrädler auf der CSU-Liste und dem Wechsel von Eva Bönig von der SPD zu den Grünen in Gang gesetzt worden war, kam zum Abschluss. Wichtig: Zwar wurden Ausschusssitze neu besetzt, die Referentenposten blieben aber unverändert. Ein Antrag der Linken, die Sitzverteilung auf das Hare-Niemeyer-Verfahren umzustellen (was den Linken teilweise einen Ausschusssitz eingebracht hätte), wurde im Stadtrat mit knapper Mehrheit abgelehnt.

Innenstadt-Projekte
In der Freisinger Innenstadt geht es voran: Für das marode Asamgebäude wurde jetzt eine Sanierungs- und Instandhaltungsplanung in Auftrag gegeben, die bis zu den Haushaltsberatungen im Herbst Zeitablauf und Kosten des Mammutprojekts ermitteln soll. Wichtig: Die Stadträte gaben – trotz Widerspruch durch das Landesdenkmalamt – einem rund 1,1 Millionen Euro teuren Glasdach über dem Asaminnenhof den Vorzug gegenüber Schirm-Varianten und einem Textil-Dach. Und auch bei der Innenstadtkonzeption wurde der nächste Schritt gemacht: Eine Machbarkeitsstudie wird ausgeschrieben, in der die drei wichtigsten baulichen Maßnahmen unter die Lupe genommen werden sollen: die Umgestaltung der Hauptstraße samt Moosachöffnung, das Parkhaus (ober- oder unterirdisch) in der westlichen Altstadt sowie die Neugestaltung der Eingänge zur Altstadt.