Was im letzten Monat passiert ist: Juli/August 2012

von Andreas Beschorner, 01. September 2012

Aufregung an den Seen
Sommerzeit ist Badezeit. Zwei Nachrichten über Verschmutzungen von zwei beliebten Freisinger Weihern sorgten für Schlagzeilen: In der Stoibermühle hatten Untersuchungen, die der Bayerische Rundfunk in Auftrag gegeben hatte, eine erhöhte Belastung mit einem Stoff ergeben, der im Verdacht steht, Krebs erregend zu sein. Nachuntersuchungen ließen diese Resultate und die Aufregung darum aber als Sturm im Wasserglas erscheinen. Die zulässigen Grenzwerte wurden nicht annähernd erreicht. Im anderen Fall hatte die Firma Kronthaler am Pullinger See zur Aufschüttung eines Walls Materialien eingebracht, die ebenfalls nicht erlaubt waren. Aber auch da hat man die Sache schnell in den Griff gekriegt. Dem Badevergnügen stand nichts mehr im Wege.

DAV-Kletterhalle
Nach vielen Jahren der Verhandlung und des zähen Ringens haben die Stadt und die Freisinger Sektion des Deutschen Alpenvereins (DAV) nun Nägel mit Köpfen gemacht. Nach letzten und kleinen Veränderungen wurde der Vertrag, der die Modalitäten und Voraussetzungen für den Bau einer neuen modernen Kletterhalle am Seilerbrückl regelt, von OB Tobias Eschenbacher und DAV-Chef Christian Rester unterschrieben.

Das große Dankeschön
Es war ein Bilderbuchwochende: Am 13. Juli die Rockklassiker auf dem Marienplatz, am 14. Juli das Altstadtfest und am 15. Juli der Dankeschön-Tag für die Münchner, die gegen die dritte Startbahn votiert hatte. Münchens OB Christian Ude versicherte den Freisingern, dass das Nein vom Bügerentscheid am 17. Juni auf Dauer gelte. Tausende feierten den ganzen Tag über und nahmen in Massen an Führungen durch Freising Teil. Am Ende waren sich alle einig: ein gelungener Tag, ein schönes Wochenende. Im August stieg dann auch noch das Weihenstephaner Bergfest. Strahlender Sonnenschein auch hier.

Das große Zittern
Doch Pläne der FMG und der Staatsregierung beschäftigen die Stadt Freising weiter: Ein Megaprojekt der FMG, die auf 20 Hektar entlang der Nordallee Gebäude mit einer Baumasse von 1,6 Millionen Kubikmeter bauen will, stößt in der Stadt auf Skepsis, die Fortschreibung des Landesentwicklungsprogramms, in dem die dritte Startbahn als fest verankertes Ziel steht, ruft den Widerstand Freisings hervor.