Was im letzten Monat passiert ist: September 2012

von Andreas Beschorner, 01. Oktober 2012

Startbahn bleibt ein Thema

Eigentlich hatten die Kommunen des Landkreises und die Startbahngegner gehofft, nach dem Bürgerentscheid in München so schnell nicht mehr mit dem Thema Flughafenausbau konfrontiert zu werden. Doch die geplante Fortschreibung des Landesent- wicklungsprogramms (LEP) machte dem einen Strich durch die Rechnung: Der Bau der dritten Startbahn soll darin – anders als noch im alten LEP – als festes und verbindliches Ziel festgeschrieben werden. In ihren Stellungnahmen haben die meisten Gemeinden, allen voran aber der Landkreis und zuvorderst die Stadt Freising, gefordert, dieses Ziel aus dem LEP-Entwurf zu streichen. Ob man dieser Forderung bei der Staatsregierung nachkommt, darf eher bezweifelt werden.

Volksfest der Superlative

Es war ein Volksfest wie aus dem Bilderbuch: Von einem Tag abgesehen spielte das Wetter mit, so dass das neue Festwirtsehepaar Ludwig und Stefanie Tauscher sowie die Stadt einen Rekord nach dem anderen vermelden konnten. Und das betraf nicht nur den Bierumsatz, bei dem man beinahe die 1000-Hektoliter-Marke geknackt hätte, sondern auch die Besucherzahlen und die Sicherheitslage: Denn trotz höchster Attraktivität und großen Andrangs gingen Straftaten und Unfälle gegenüber den Vorjahren zurück. Am Ende waren denn auch alle glücklich – vielleicht bis auf diejenigen, die am Seniorentag abends kein Hendl mehr ergattert hatten. Ausverkauft!

„Leuchtturmprojekt“

Ein auf jeden Fall aufsehenerregendes Projekt dürfte im September die letzte Hürde genommen haben: die Überdachung der Eisfläche in der Luitpoldanlage. Erst hatte im September der Bauausschuss die endgültigen Pläne für das Großprojekt genehmigt, dann hatte der Hauptausschuss die Finanzierung des 5,3-Millionen-Baus, von dem die Stadt 4,7 Millionen tragen muss (den Rest steuert der Förderverein bei), beschlossen: Um die Aufträge ausschreiben zu können, wurde ein Geschäftsbesorgungsvertrag abgeschlossen, der zwar die gesamten 4,7 Millionen Euro umfasst, aber nur für die sehr geringen Ausgaben heuer herangezogen wird. Das Projekt wird dann in den Haushalt 2013 eingestellt – das Jahr, in dem die Eishalle Realität werden soll.