Volksfestzeit in Freising

2. bis 11. September

von Sebastian Beck, 01. September 2011

Die Maß Bier kostet 6.10 Euro, die Hauptattraktion auf dem Gelände ist eine Art Kettenkarussell-Fahrt in rund 60 Metern Höhe und Dolce Vita spielt am Dienstag. Der FINK fasst zusammen, was in diesem Jahr am Freisinger Volksfest in der Luitpoldanlage sonst noch geboten ist.

Auftakt:
Wie viele Schläge wird Dieter Thalhammer bei seinem letzten Anstich als Freisinger Oberbürgermeister brauchen? Diese Frage klärt sich bei der traditionellen Eröffnung des Volksfestes am 2. September gegen 17 Uhr im Bierzelt. Zuvor geht es schon in der Innenstadt los: Die Freisinger Stadtkapelle spielt um 15 Uhr ihr traditionelles Standkonzert, bevor sich der Festzug Richtung Luitpoldanlage auf den Weg macht.

Bierzelt:
Ausgeschenkt wird zuerst Weihenstephaner Bier bis einschließlich Dienstag, 6. September. Dann ist das Hofbrauhaus dran. Das Hendl kostet 7.10 Euro. Ausschankschluss ist täglich um 23.30 Uhr. Für die musikalische Untermalung sorgen wieder einige bekannte Bands und Kapellen. Am Eröffnungs-Freitag ist die Otto-Schwarzfischer-Oktoberfestkapelle dran, am Samstag spielen die Vormünchner Blosn und die Original Oberpfälzer Musikanten. Der Sonntag gehört den Holledauer Hopfareissa und A9, den Montag teilen sich die Stadtkapelle Freising und Cagney Strangs. Am Dienstag, 6. September, ist die Stadtkapelle erneut dran, bevor dann am Abend Dolce Vita einheizt. Die nächsten drei Tage sind erneut die Holledauer Hopfareissa im Einsatz, bevor am Mittwoch Tropical Rain, am Donnerstag A9 und am Freitag die Fichtelgebirge Musikanten die Bühne stürmen. Die Vormünchner Blosn und die Fichtelgebirge Musikanten sind am Samstag, 10. September für die Livemusik zuständig, bevor am Sonntag dann mit der Echinger Blaskapelle und den Münchsdorfer Musikanten das Volksfest 2011 seinen Ausklang findet. Wie es sich für ein Volksfest gehört, ist jeder natürlich jeden Tag willkommen, besonders eingeladen sind am Montag Freisings ältere Mitbürger zum Seniorentag. Am Dienstag treffen sich die Vereine, am Mittwoch findet im Zelt der Schaustellergottesdienst mit dem Leiter der Circus- und Schaustellerseelsorge in Deutschland Martin Fuchs statt. Außerdem ist der Mittwoch der Tag der Landwirte. Donnerstag ist der Tag der Behörden, Freitag der Tag der Betriebe.

Weinhalle:
Manche Sätze fallen am Freisinger Volksfest häufiger. Dazu gehört neben „Prost“ und „no a Maß“ auch: „Jetzt geh ma no ind Weinhalle“. Dort wird auch nach Dienstschluss der Kellner im Bierzelt noch kräftig an mehreren Bars und zu Musik, die jeder kennt, weitergefeiert. Und es gibt den ein oder anderen Mottoabend: Am ersten Freitag (2. September) die „Party Night“, tags darauf am Samstag die Siegerehrungen des Volksfestlaufes und anschließend „Stimmungs- und Tanzmusik“ sowie Sonntag „Oldies & News“. Die Woche geht dann am Montag los mit einem Tanztee für Senioren am Nachmittag und abends mit der „Single Party“, gefolgt von der „Plüschtier-Sause“ am Dienstag, der „Klopfer-Night“ am Mittwoch und der „Nacht der Tracht“ am Donnerstag. Das zweite Wochenende wartet am Freitag und Samstag auf mit „Stimmungs- und Tanzmusik“, am Sonntag lautet das Motto „Alles muss raus“ bei „Oldies und News“.

Fahrgeschäfte und mehr:
Um die 20.000 Quadratmeter groß ist auch in diesem Jahr der Vergnügungspark. Auch wenn einige Festbesucher ihre meiste Zeit im Bierzelt verbringen: hier lässt sich mehr als nur eine Runde drehen. Highlight unter den Fahrgeschäften ist in diesem Jahr das „Around the world“, das nach eigenen Angaben höchste transportable Flugkarussell Europas. Allerdings ist das nichts für schwache Nerven, denn es geht 60 Meter nach oben. Die Aussicht auf die Domstadt dürfte aber überragend sein. Familien mit Kindern sollten sich am besten den Donnerstag, 8. September, vormerken. Dann ist nämlich Großer Kindernachmittag mit verbilligten Fahrpreisen und Kasperltheater. Neben den bekannten und beliebten Imbissständen gibt es in diesem Jahr auf dem Gelände gleich zwei Hüttn: Wie im letzten Jahr ist das „Landhäusl“ wieder vor Ort, neu 2011 ist die „Weihenstephaner Berghüttn“ mit bayerischen Schmankerln, Musik und Bierspezialitäten. Und wer sich neben Bier auch noch Getränke wie Aperol Spritz einverleiben möchte, ist am „Volksfeststandl“ von „sepp&soda“ gut aufgehoben.

Rahmenprogramm:
Zum Volksfest gehört auch in diesem Jahr das Feuerwerk dazu. Und das gleich zwei Mal. Am Eröffnungsfreitag gibt es gegen 21.30 Uhr das Musikfeuerwerk, am Sonntag, 11. September steigt ebenfalls gegen 21.30 Uhr das große Brilliant-Abschluss- Feuerwerk. Musikalisch wird es auch am Samstag, 3. September, beim Standkonzert der Freisinger „Blechduin“ am Marienplatz.

Sportereignisse:
Zahlreiche Sportveranstaltungen begleiten das Volkfest: Schon am Freitag startet das Volksfestschießen, einige Events stehen am Samstag, 3. September an. Wie der Freisinger Volksfestlauf durch die Innenstadt. Oder auch das Stockschützenturnier, ein Baseballturnier für blinde Sportler (Fortsetzung am Sonntag), das Handball-Turnier der Herren sowie das Faustballturnier. Am Sonntag, 4. September, steht das Handball-Volksfestturnier der Damen auf dem Programm. Auch das zweite Volksfestwochenende bietet eine Menge. Am Samstag das Schafkopfturnier und das Basketball-Volksfestturnier, zum Abschluss am Sonntag das Damen-Basketball-Turnier, das Softballturnier und das Radrennen in Neustift.

Volksfest-Express:
Wie auch die letzten Jahre können die Bewohner im Norden und Westen des Landkreises ohne S-Bahn-Anbindung auf öffentliche Verkehrsmittel zurückgreifen, um in die Luitpoldanlage zu kommen. Wie und wann man von Allershausen, Nandlstadt und Attenkirchen und weiteren Ortschaften nach Freising kommt, entnimmt man am besten den Fahrplänen des Volksfest-Express. Auf dass ja keiner auf die blöde Idee kommt, nach mehreren Maßen noch ins Auto (also auf den Fahrersitz) zu steigen…

Tipp aus der FINK-Redaktion:
Zu einem rundum gelungenen Volksfestrundgang gehört nicht nur eine Tüte gebrannte Mandeln sondern auch ein Besuch am Glückshafen. Jedes gekaufte Los ist schließlich für einen guten Zweck und kommt der Arbeit des Roten Kreuzes zu Gute. Wir wünschen möglichst selten „Wir danken“ sowie eine entspannte, friedliche Volksfestzeit. Und kein Kopfweh am nächsten Tag.