Bierhandwerk: Bier-Wissen und Shop mit ausgesuchten Bieren

04. Januar 2016

Die Bierhandwerk GmbH, beheimatet in der Bierstadt Freising/Weihenstephan in Bayern, ist ein neues Konzept für einen Online- sowie Offline Spezialbierhandel.

Die Homepage www.bierhandwerk.de ist bereits seit wenigen Tagen online. Diese ist in zwei Konzepte unterteilt. Ein Magazin sowie ein Shop. Das Magazin soll Basis- und Spezialwissen rund um das Thema Bier vermitteln. Berichte, Reportage, Interviews und in späterer Folge auch Podcasts und Videos sollen ein 360° Infotainmentkonzept rund um gutes Bier bieten. Die Autoren sind nahezu allesamt „Spezialisten“. Es wurden Autoren und Blogger aus der Craft-Bier Szene Deutschlands rekrutiert sowie auch aus der Wissenschaft rund um den Biercampus der TU-München in Weihenstephan. Brauer und Ingenieure, die auch bereits in der Branche beruflich tätig sind werden ebenso für die Seite Bierhandwerk tätig werden.

Als zweites Standbein soll es dann einen Shop geben, in welchem ausgewählte Biere und Getränkespezialitäten angeboten werden sollen. Start hierfür ist Anfang Juni 2016. Das besondere hier ist, dass alle Biere durch ein 30-40 Personen große Profipanel ausgesucht worden sind. Das Panel besteht zu 1/3 aus Verbrauchern, 1/3 Studierende des Brauwesens hier in Weihenstephan und 1/3 aus Braumeistern, Wissenschaftlern oder in der Braubranche beruflich tätigen Personen. In Blindverkostungen wurden die Biere einer „technischen“ Verkostung (Farbe, Aroma, Geschmack, ggf. Fehlgeschmäcker,…) aber auch einer situativen Beschreibung (passendes Essen/Situation zu dem Bier, Kurzbeschreibung, Gesamtbeurteilung des Bieres) unterzogen. Auf Basis der Ergebnisse diesen Panels (welches alle 2 Monate tagen wird) versuchen die Brauer, die Biere für den Shop auszusuchen und zusammenzustellen. Ebenso werden in diesem Panel immer wieder alle Biere im Lager „evaluiert“. Biere, deren Qualität nicht mehr dem Anspruch des Panels entspricht (weil zu stark gealtert/oxidiert, Aromaschwund aufgrund zu langer Lagerung, sauer geworden,…) werden kompromisslos ausgelistet. Das Motto von Bierhandwerk ist, die Biere in bester Qualität vom Brauer zum Konsumenten zu bekommen. Der Auftrag soll sein, die Biere werthaltend zu lagern und die Lagerzeiten so kurz wie möglich zu halten. Das bedeutet, dem Bier verträgliche Lagerbedingungen zu schaffen (mit Kühllagerung) und die Lagerzeiten durch eher mehrere kleine Bestellungen kurz zu halten. Ebenso soll in Absprache mit den Brauern immer die frischeste Ware geordert werden.

Also alles in allem ein anspruchsvolles Konzept. Dies liegt vor allem daran, dass Brauer vor Ort (aber auch die Brauer, die in diesen Start-Up  tätig sind) negative Erfahrungen mit Craft Bier im Handel gemacht haben. Craft Bier ist oft ein sensibles Genussprodukt, das vom Handel leider nicht sachgerecht gehandhabt wird. Dies soll hier besser gemacht werden.

Auf der Seite Bierhandwerk.de sind bereits jetzt – noch vor offiziellem beginn – viele interessante Reportagen und Artikel zu finden:

Lillebräu: Im Norden zu Hause
Union-Brauerei: Bremer Bierbrau-Tradition
Maisel & Friends: Neues Feuer für Craft-Bier-Brauer
Kreativität statt Reinheit
„Muss Bier flüssig sein?“ Professor Thomas Becker im Interview
Industrielle Revolution im Brauwesen: Firma Kaspar Schulz
Industrielle Revolution im Brauwesen: Barth-Haas-Group
Industrielle Revolution im Brauwesen: Firma Anton Paar
Industrielle Revolution im Brauwesen: Hopfenforschungszentrum Hüll
Industrielle Revolution im Brauwesen: Firma KHS
Industrielle Revolution im Brauwesen: Firma Siemens
Industrielle Revolution im Brauwesen: Die Mälzerei Weyermann in Bamberg
Die ersten Brauprofessoren in Weihenstephan: Schönleitner und Lintner
Die erste Forscher-Generation in Weihenstephan: Leberle, Schnegg, Ganzenmüller
Nachkriegsjahre in Weihenstephan: Schuster und Weinfurtner
Die Geschichte des Bieres, Teil 1: Das Altertum
Die Geschichte des Bieres, Teil 2: Vom europäischen Mittelalter in die Kolonien
Die Geschichte des Bieres, Teil 3: Mit Riesenschritten in die Neuzeit
Die Geschichte des Bieres, Teil 4: Bierbrauen als moderne Industrie